07.05.2008 Nie mehr Zweite Liga!
Durch einen 3:0-Sieg über den SV Wehen hat Borussia die Rückkehr in die Bundesliga perfekt gemacht. Sharbel Touma traf zweimal für den VfL, Rob Friend erzielte dazwischen das 2:0.
Trainer Jos Luhukay ließ die Borussen im Spiel gegen den SV Wehen Wiesbaden so beginnen, wie sie auch in Offenbach beim 7:1-Sieg spielten. In den „hessischen Wochen“ nahm der Trainer verständlicherweise keine Änderungen vor.
Und die Borussen begannen gleich wie die Feuerwehr, ließen von der ersten Sekunde keinen Zweifel aufkommen, dass heute ein Tag zum Feiern sein sollte. Schon in der zweiten Minute tauchte Rob Friend frei vor Wehens Torhüter Thomas Richter auf, scheiterte jedoch. Friend sollte in der ersten Hälfte ohnehin der Spieler mit den meisten Torszenen sein. Denn nur drei Minuten später stand er wieder im Mittelpunkt, als er nach einer Flanke von Marko Marin jedoch von zwei Gegenspielern bedrängt wurde. Borussia blieb am Drücker, hatte ihre nächste Chance durch Sascha Rösler, der nach einer Hereingabe von Oliver Neuville den Ball nur knapp am Tor vorbei köpfte (10.). Der stets präsente Marin war es dann 60 Sekunden später, der sich mit einem Distanzschuss versuchte. In der zwölften Minute war es dann soweit. Nach einer Flanke von Marin kam Oliver Neuvilles Ball nicht richtig bei Friend an, fand aber den völlig frei stehenden Sharbel Touma, der sich diese Chance nicht entgehen ließ. Nach seinem ersten Saisontor in Offenbach ließ der Schwede also gleich seinen zweiten Liga-Treffer folgen.
Zahlreiche Chance, doch zur Pause nur 1:0
Danach blieb Borussia zwar die bestimmende Mannschaft, kam aber eine Zeit lang nicht zu den ganz großen Strafraumszenen. So war ein Schussversuch von Oliver Neuville (24.) das erste offensive Ausrufezeichen nach dem Führungstreffer. Nun zeigten sich auch die Gäste aus Wehen erstmals ernsthaft vor Christofer Heimeroth. Dabei wurde es allerdings gleich sehr gefährlich. Der Ball von Sandro Schwarz konnte vom VfL erst auf der Linie geklärt werden (27.). Dann kamen die Borussen wieder zu drei Chancen, doch das 2:0 wollte vor der Pause nicht fallen. Nach einem Freistoß versuchte sich der Innenverteidiger Roel Brouwers mit dem Kopf (33.), zwei Minuten später legte Rob Friend den Ball mit dem Kopf zurück, doch Oliver Neuville kam nicht an den Ball. Die letzte gefährliche Szene vor der Pause für den VfL hatte Friend dann wieder selbst, als er den Ball von Marin vorgelegt bekam (37.). Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel brachte Dajan Simac das Borussen-Tor dann noch einmal in Gefahr, als er nach einer Ecke vor Filip Daems mit dem Kopf an den Ball kam.
Friend erlöste den VfL
Rob Friend war es auch, der gleich in der 46. Minute den zweiten Abschnitt mit einer sehenswerten Szene eröffnete. Aus gut 20 Metern lupfte er das Leder auf den Querbalken vor der Nordkurve, auf die der VfL jetzt spielte. Sascha Rösler versuchte sich in der 49. Minute von der Strafraumgrenze, schob den Ball aber ein ganzes Stück am Tor vorbei. Ganz knapp hingegen flog eine Minute später ein Schuss des Weheners Maximilian Nicu am Kasten von Christofer Heimeroth vorbei. Der Gladbacher Schlussmann war dann in der 55. Minute zu einer Glanztat gezwungen, als er bei einem abgefälschten Kopfball von Simac glänzend reagierte. Im Gegenzug vergab Oliver Neuville wieder eine Schusschance für den VfL. Nach knapp einer Stunde ließ Marin wieder einmal drei Gegenspieler aussteigen und scheiterte mit seinem Schuss nur knapp. In der 64. Minute hätte Borussia dann das 2:0 machen müssen, doch Neuville scheiterte fünf Meter vor dem Tor. Bessere Chancen bekommt man nur selten.
Doch in der 67. Minute fiel dann endlich das erlösende 2:0. Nach einem Freistoß von Marko Marin war Rob Friend mit dem Kopf zur Stelle und versetzte die Nordkurve und den Rest der gut 40.000 Zuschauer in kollektiven Freudentaumel. Jetzt konnte niemand dem VfL den Aufstieg mehr nehmen. In der 81. Minute war es dann erneut Sharbel Touma, der die Partie endgültig zugunsten des VfL entschied. Ein ganzes Stadion wünschte sich nur noch den Abpfiff. Als der dann kam, kannte der Jubel keine Grenzen mehr.
Borussia: Heimeroth – Levels, Brouwers, Daems, Voigt – Paauwe – Touma (81. Coulibaly), Marin (81. Ndjeng) – Rösler – Neuville (85. Rafael), Friend.
SV Wehen: Richter – Simac, Kopilas, Nakas, Kokot – Schwarz, Catic – Siegert, Nicu (72. Amstätter) – König (81. Schmidt), Diakité (86. Atem).
Tore: 1:0 Touma (12.), 2:0 Friend (67.), 3:0 Touma (81.).
Gelbe Karte: Voigt.
Zuschauer: 41.508.
Schiedsrichter: Norbert Grudzinski.
QUELLE TEXT UND BILD: www.borussia.de __________________________________________________________________________________________
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07.05.2008 Stimmen zum Spiel
Jos Luhukay: Es ist einfach nur großartig. Wir haben eine sehr schwere Saison heute beeindruckend abgeschlossen. Es war eine phantastische Atmosphäre, das gilt aber für die ganze Saison. Die Fans haben uns total unterstützt. Aber die Mannschaft hat auch immer alles gegeben. Jetzt können wir am Sonntag gegen Freiburg mit dem Meistertitel dem Ganzen noch das Sahnehäubchen aufsetzen.Ich möchte mich bei allen Mitarbeitern und beim Präsidium besonders bedanken.
Marko Marin: Ein unbeschreibliches Gefühl. Es ist ein Traum. Wir werden mit Sicherheit lange feiern.
Christian Ziege: Es ist ein sehr emotionaler Moment. Eine große Last ist von uns abgefallen. Es ist leichter auf dem Platz zu stehen, als das Geschehen von der Linie aus zu verfolgen. Ich hatte einen Riesenspaß mit der Mannschaft. Sie hat eine tolle Leistung gebracht. Ein großes Kompliment an die Truppe. Die Qualität und der Charakter der Mannschaft stimmt. Jetzt können wir feiern. Dafür haben wir ein Jahr lang alles gegeben.
Sascha Rösler: Wir standen unter einem riesigen Erfolgsdruck. Es ist eine tolle Sache, mit Gladbach den Aufstieg geschafft zu haben. Wir werden heute sicherlich noch richtig schön feiern.
Sharbel Touma: Es ist ein großartiges Gefühl. Wir haben die ganze Saison hart dafür gearbeitet und alles dafür gegeben. Wir haben es geschafft, zusammen mit den Verantwortlichen und vor allem zusammen mit den Fans.
Alexander Voigt: Wir standen von Beginn an unter großem Druck. Wir hatten viele neue Spieler und mussten uns erst einmal finden. Die ganze Stadt wird am Sonntag am Alter Markt sein. Darauf freuen wir uns jetzt schon.
Oliver Neuville: Es ist ein sensationelles Gefühl. Wir haben heute ein super Spiel gemacht. Ich bin froh, dass wir es geschafft haben.
Marcel Ndjeng: Wir haben heute was Gutes geleistet und den Aufstieg perfekt gemacht. Es ist ein Wahnsinnsgefühl, es geschafft zu haben. Es ist etwas ganz Besonderes. Die Fans haben heute bis zur letzten Sekunde mitgefiebert.
Patrick Paauwe: Wir hatten am Anfang der Saison einige Schwierigkeiten, aber haben uns dann schnell gefangen. Im Endeffekt waren wir die beste Mannschaft der Liga. Und jetzt wird gefeiert.
Christian Hock (Trainer SV Wehen): Ich denke, dass es das Beste ist, heute einfach gar keine Statement abzugeben. Ich möchte dem Verein Borussia Mönchengladbach einfach zum Aufstieg gratulieren. Jetzt ist die Borussia wieder da, wo sie hingehört. Die konstanteste Mannschaft ist am Ende verdient aufgestiegen. Wir wollten Borussia ein wenig ärgern, das hat teilweise auch ganz gut funktioniert. Doch am Ende hat Gladbach verdient gewonnen. Ich hoffe, dass alle heute noch ein wenig feiern werden. __________________________________________________________________________________________
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